Modenschau

Letztes Wochenende war also mein letztes Wochenende in Lomé, ergo Togo. Das gab natürlich nochmal Grund, intensiver Souvenirs zu shoppen und sich in das Stadtleben zu schmeißen. Also morgens raus und den ganzen Tag nicht mehr heim gekommen. Mit versteckter Kamera auf dem Markt gefilmt (Das Ergebnis davon gibt’s dann später -oder vielleicht aber auch nie… mal schaun). Auf dem Künstlermarkt nochmal das lokale Handwerk unterstützt und natürlich Pagne (afrikanischen Stoff) gekauft.

Ein einziges Mal wollte ich es krachen lassen und mir einen Vlisco Stoff kaufen -eine der teuersten Marken afrikanischer Stoffe, die sich dadurch auszeichnen, dass sie in Holland gefertig werden(!!!). Und wie es der Zufall so will, war gerade Modewoche in Lomé, die am Samstag mit einer prestigelastige Modenschau im teuersten Hotel der Stadt enden sollte. Als zahlungskräftige Vlisco Kundin bekam ich dafür beim Kauf meiner Stoffe eine Eintrittskarte geschenkt. Schon geil!! Als ich die Poster für die Modenschau gesehen hatte, war nämlich schon mein Interesse geweckt worden.

Zum Glück gab mir mein Mann über Skype noch einen kurzen Arschtritt (raff dich auf), war ich doch kurz versucht, die Bequemlichkeit zu wählen. Aber schon auf dem Parkplatz des Hotels, wurde mir klar, dass ich das Event unterschätzt hatte. Die Stellplätze waren schon alle besetzt, die Leute parkten in 2. Reihe und zwischen den Autos stackselten bereits zahlreiche Frauen zum Eingang des Hotels, in Glitzerkleidern, Miniröcken (und damit mein ich MINI) , wallenden Abendroben und knalligfarbigen Cocktailkleidchen, die so eng anlagen, dass man meinen könnte, es sei eine bunte Haut. Äußerst faszinierend: die Schuhe. So eine geballte Ladung hoch hackiger Schuhe erwartet man sonst nur bei Russinnen. Die Absatzhöhe belief sich überwiegend zwischen 7 und 15cm und bei manchen Schuhen fragte ich mich, wie man in denen überhaupt stehen, geschweige denn laufen kann. Natürlich standen auch die Männer den Frauen in nichts nach. Bei Togoern ist das so. Die sind genauso herausgeputzt, von den Socken bis zur Mütze durchgestylt und die Farbenprakt der Anzüge übertrifft teilweise die der Damenwelt.

Das Hotel selber hat ja einen recht großzügigen Garten, mit 50m Schwimmbecken und großzügigen Palmengesäumten Gehwegen. Diese nett beleuchtet machte das Ambiente echt was her und die viele gestylten Menschen machten an jeder Ecke represäntative Statusfotos. Weil ich noch nichts gegessen hatte, mir noch kurz für saftige 10 Euro ein Sandwhich und ein Getränk gekauft und dann mir einen Platz gesucht. Wenn man alleine ist (die Karte ging nur ohne Begeleitung) hat man den Vorteil, dass man sich einzelne Stühle nehmen kann …die zu meiner Freude auch noch recht weit vorne vorkamen.

So, bevor ich aber jetzt mehr rede, als die Ministerin in ihrer Begrüßungsrede, lass ich jetzt besser mal die Bilder sprechen (kleiner Tipp: beim Anklicken der Bilder werden sie groß).

Die erste Linie:

Ein paar Hosenazüge

Etwas ausgefallener:

Die letzten beiden Kleider waren Teil der Linie “Wald”. Dem genauen Betrachter fällt auf, dass das letzte Kleid mit PET Flaschen dekoriert ist. Der Designer wollte damit auf Recyclin und Umweltschutz aufmerksam machen. War auch echt ein nett wirkender und lässiger Typ. Nicht so stylisch und selbstverliebt wie viele andere. Insgesamt stellten 12 verschiedene Designer aus ganz Afrika ihre Linien vor.

Ein bisschen fancy

und hier von einer südafrikanischen Designerin mit ein bisschen Massai-touch:

und natürlich die Linie ausschließlich für den Mann:


Der letzte hat doch nen geilen Anzug. Das faszinierende ist ja, dass die das wirklich anziehen. Also so richtig in der Öffentlichkeit. Alles was glitzert und glänzt ist total hip!

Man siehe die Kollektion eines nigerianischen Designers:

Ein bisschen traditionell gab’s auch (unter dem Motto Cocktail-Party):

Und hier nun Vlisco Stoffe: Farbenfroh und vor allem teuer:

Und nochmal ein paar Männer (der Anzug des letzten is tja mein persönlicher Favorit):

Die folgende Linie war mit “Sonne” betitelt und sollte auf erneuerbare Energien hinweisen (noch so ein Umweltbewusster):

Ende gut, alles gut, Ach, DANKE DANKE DANKE!!!

 

3 Gedanken zu „Modenschau

  1. ui, Julian, da wersen wir den schicken gelben wohl nimmer oft sehn, was gibts denn für eine Familienfeier, als nächstes?
    Super Abschluss shopping:-)
    Die Models sehen angenehmer aus als bei uns, nicht so schreclklich mager und ausgehungert-
    Alles Liebe, gute Zeit und – Aoto weg???

  2. So eine herrliche Modenschau ! Super, Steffi, dass du uns die Schoenheiten übermittelt hast. Bin gespannt, was du mit deinen Stoffen anstellst?
    Herzliche Grüße auf diesem Wege von hier zu dir, Julian und all deinen Lieben!

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