Archiv für den Monat: Juli 2014

Grand Popo II

Grand Popo, die Zweite. Also, von der Ersten gibt’s ja immer noch keinen Blogeintrag mit Bildern … aber dazu sind wir irgendwie ja noch nicht gekommen.

Jetzt ist er weg … und das ist schon komisch. Überall, wo man sonst immer zu zweit hingegangen ist, wandelt man plötzlich alleine, Autofahren, einkaufen, im Hotel chillen, bei allem fehlt irgendwie was ganz Entscheidendes. Und alle fragen nach dem “Monsieur” und der Barmann im Seemannsheim meinte heute mitfühlend: “Das ist aber jetzt echt ein blödes Timing, dass er weg ist. Wo’s doch jetzt grad kalt geworden ist.” Die Putzdame klopfte sogar an meine Zimmertür und wollte einfach nur ein bisschen quatschen. Vielleicht, dass ich mich nicht so einsam fühle.

Interessant ist allerdings, dass ich halt so einfach auch mehr unterwegs bin. Und ich kann auch mal ganz anders in die Kultur eintauchen und ganz andere Gespräche führen. Jetzt das Wochenende habe ich zum Beispiel genutzt, mit 3 Kollegen nach Bénin zu fahren. Die waren noch nie in Grand Popo und so haben wir das einfach mal spontan organisiert.

Weils praktischer war, mit einem Auto zu fahren, fiel mir, diejenige mit dem internationalen Führerschein, diese Aufgabe zu. Also chauffierte ich die kleine Gruppe zwischen tausenden kleinen Mopedfahrern und an zahlreichen großen LWK vorbei gen Béninischer Grenze. Die waren alle noch gar nie “drüben” gewesen (bzw. für den einen wars 12 Jahre her). Na, aber kein Problem. Für mich, den alten Hasen, war es natürlich bei weitem nicht mehr so verwirrend, unter welchem Baum man halten muss, um an 2 Polizeiständen vorbei erstmal die Baracke zu finden, in der man seine Ausreisestempel bekommt. Der aufmerksame Parkwächter machte sich besonders wichtig dadurch, dass er mich aufforderte, mein vorwärts geparktes Auto noch mal zu wenden und rückwärts unter den Baum zu stellen. Beim Heimfahren fuhr ich übrigens einen großen Kreis, um in die “richtige” Position zu kommen -nur um ihn etwas zu verwirren. Erfolgreich ;)

Togo Ausreisestempel geholt, Bénin Einreisestempel geholt, insgesamt 6 mal Passnummern, Visanummern, Geburtsdaten, Ausstellungsdaten und Reiserouten von unserer kleinen Gruppe für die Beamten aufgeschrieben, dann gings weiter. Zwischendrin mussten wir noch eine Apotheke suchen, weil mein bald in Rente gehender Kollege plötzlich hohes Fieber bekam und sehr müde im Sitz zu hängen begann (später ging er dann auch noch ins Krankenhaus: Malaria). Dann gings weiter zur Auberge, in der mein Mann und ich auch schon geweilt hatten. Ein altes Kolonialgebäude, das mit viel “Charme” eingerichtet war … meine Kolleginnen erfreuten sich zumindest an vielen kleinen Details, die man so in Togo nie (oder nur schwer) finden würde. Hier ein paar Eindrücke:

Beim Essen (das auch gut war) hörten wir dann von Ferne so immer im gleichen Rhythmus klingende Eisenglocken und dazu Trillerpfeiffen. Auch Gesang war dabei. Erst dachte ich ja, das sei irgendeine Art von Voodoo Veranstaltung, aber plötzlich tauchte am Strand ein ganzes Dorf von Fischern auf. Ein interessantes Spektakel. Singend und mit Rhythmusinstrumente in Arbeitsstimmung versetzt, zogen die Männer riesengroße Netze kreisfürmig durchs Wasser. Dahinter liefen dann die ganzen Frauen mit Einsammelutensilien und andere zupften dann die Fische aus den Netzen.

War schon recht harmonisch alles.

Abends als wir dann essen wollten, hat es so krass gwindet, dass uns die Bedienungsmenschen den Tisch in die Rezeptionshalle stellen und die Klapptüren zu machten. Der Wind war echt cool, aber auch ganz schön kalt. Und entgegen aller Erwartungen, dass Mücken, bei diesen Luftverhältnissen gar nicht fliegen können, wurde ich förmlich aufgefressen. Regenzeit ist Mückenzeit und egal wie sehr ich mich auch einsprühte, irgendeine freie Stelle fanden sie immer. Jetzt hoffe ich wirklich, dass da keine dabei war, die davor genüßlich an einem Malariakranken gesaugt hatte.

Am Sonntag waren wir dann noch in der Lions Bar, einem kleinen Stranrestaurant, das von Rastas geführt wird. Da war nix los, aber das Essen lecker und die zementierten Säulen die das Dach hielten beieindruckend grade und glatt!

Morgen fahr ich dann gleich früh um 6 aus Lomé zurück nach Sokodé, weil morgen das große Fastenbrechenfest der Moslems ist und ich zu 12 Uhr eine Einladung habe. Ich freu mich sehr darauf!!

Mitteleuropa ist toll

Ja, wirklich. Am Anfang war ich zwar ein wenig  irritiert,  dass ich hier mit fremden Leuten deutsch reden kann und mein Vater nicht einfach da überholt wo Platz ist (rechts), aber dann…

Heute konnte ich es mal wieder genießen ein wenig zu  frieren. Und dann kann man hier mit Bettdecke schlafen. Das ist so schön. Und es gibt eine Waschmaschine. Da kann man die Wäsche reintuen, auf ein paar Knöpfe drücken und hinterher kommt sie fast trocken wieder raus (meine Mutter hat da ein besonders schönes Exemplar).

Sehr schön war auch, dass ich gleich am zweiten Tag hier zu einer Hochzeit durfte. Da war es einerseits schön eine Hochzeit zu feiern, und andrerseits  fast genau so schön gleich wieder so viele bekannte Gesichter zu sehen.

Gut angekommen

Mein Mann ist gut in München angekommen!!

Bei der in Mali abgestürzten Maschine war allerdings eine Kollegin aus dem Nachbarland dabei. Auch ein komisches Gefühl!

Evala

Vorgestern waren wir noch kurz in Kara –auf dem Evala Festival. Das ist eines der größten traditionellen Feste der Gegend und wird einmal im Jahr abgehalten. Dabei geht es um eine Zeremonie, den Übergang von der Kindheit in die Pubertät zu feiern. Das Ganze dauert eine Woche lang und ist mit einem riesen Volksfest verbunden. An jedem Tag werden die Zeremonien in einem anderen Dorf abgehalten, bei denen unter anderem alle jungen Mädchen, die langsam zur Frau werden, nackig die Berge hochmarschieren. Diese Zeremonie war allerdings schon am Donnerstag, wir –am Samstag- gingen zum Grand Finale.

Wir also Samstagmorgen den Wecker gestellt… weil die Festivitäten laut meiner einheimischen Kollegin um 9 anfangen sollten und wir noch ca eine Stunde Fahrzeit bis Kara hatten. 5 Mal hatte ich nachgefragt, ob es tatsächlich schon um 9 losginge, weil mir das für afrikanische Verhältnisse reichlich ungewöhnlich vorkam. Sie, die sonst eigentlich ein sehr genaues Zeitgefühl hat –jedenfalls immer pünktlich zur Arbeit kommt und sich an Termine hält- beharrte darauf, dass wir auf jeden Fall zeitig da sein sollten… wie es sich später herausstellen sollte, liegen wohl zwischen Arbeitswelt und privater Feierwelt große Unterschiede. Denn als wir um 10 Uhr auf dem Festgelände ankamen, war erstens noch nicht viel los und zweitens meine Kollegin selbst noch nicht da, sogar noch zu Hause. Na toll… hätten wir auch länger ausschlafen können. Das Ganze ging dann übrigens um ca. 12.30 los … wir hatten also reichlich Gelegenheit, das sich steigernde Festambiente aufzusaugen und die traditionellen Tanzgruppen um uns herum zu begutachten. Auffallend waren die ganzen jungen Männer, die alle mit freiem Oberkörper und Babypuder auf der Haut entweder maskulin rumstanden oder unaufhörlich zu eintönigem Gesang, Glöckchen und Schellenrasseln im gleichen Rhythmus im Kreis hopsten.

Was ich grundsätzlich in Afrika auch witzig finde, diese Kombination aus Tradition und Moderne.

Hier noch ein wenig Volksfest-Eindrücke (die Kalebassen rechts im Bild sind sind für das Hirsebier:

 

Nachdem es langsam voll wurde und Julian und ich uns langsam fragten, wie lange wir wohl noch warten müssten, ging plötzlich ein begeisterter Jubel durch die Mengen und am Himmel tauchte ein Helikopter auf: der Präsident!! Kara ist ja seine Heimatstadt und bei dem Evala Festival vorbei zu schauen ist sozusagen verpflichtend. Wir –die wir diesmal von keinem Weißenbonus Gebrauch gemacht hatten- und irgendwo in der hintersten Ecke unter das „normale Volk“ gemischt einen nur eher dürftigen Ausblick hatten, kamen doch ins Vergnügen so weit hinten zu sein, dass wir zufälligerweise direkt neben dem Hubschrauber Landeplatz standen und somit dem Präsidenten förmlich in die Augen sehen konnten.

Lustig übrigens, wie sich alle duckten, als der landende Hubschrauber Unmengen von Gras  aufwirbelte und über die Menschenmenge hinweg schleuderte.

Dann ging es endlich los … allerdings war das jetzt auch wieder nicht so spektakulär. Nachdem ein paar traditionelle Tanzgruppen vor dem Präsidenten vorbeigetanzt waren, spielte sich als Hauptprogrammpunkt der Ringkampf der Jünglinge ab. Und zwar jeder, der irgendwie ne weiße oder rote kurze Hose anhatte. Das Ganze dauerte ca 1.5. Stunden und Julian schaffte es mit dem Teleobjektiv und über viele Köpfe hinweg, ein paar Szenen einzufangen.

Mein Ausblick war eher so:

Und anderen ging es da nicht anders:

Und so beschlossen wir doch irgendwann, uns aufzumachen und die Suche nach einer Verbesserung der Situation zu starten. Dabei sprach uns dann ein Polizist (der, der am Hubschrauber Wache hielt) an und fragte ob wir bisher gut gesehen hätte: nee, kein bisschen. Also führte er uns am Helikopter vorbei vor die Menschentraube, wo schon eine andere Gruppe Weißer ordentlich aufgereiht auf dem Boden saß. Von dort sah man dann auch besser…

Noch ein paar traditionelle Chefs und die Ehrentribühne ganz allgemein:

Da saßen wir, bis irgendwann sich die restliche Menschenmenge immer mehr in unser Blickfeld drängelte und es uns außerdem etwas fad wurde. Wir standen also auf und suchten meine Kollegin.

Die war sowieso vom Geschehen schon wieder weiter gezogen –in die nächste Bar. Da trafen wir sie dann und auch noch ihre Mutter und ihre Schwestern, inklusive neugeborenem Sohn. Der schlief und schlief und schlief und die ganze Familie amüsierte sich köstlich, was denn das für ein Mann sei, der die ganze Zeit nur schlafe. Julian und ich bemerkten recht schnell, dass die stillende Mutter kräftig Bier trank und der kleine bestimmt hacke dicht sein musste. Ein bisschen schockiert waren wir auch, als meine Kollegin den armen kleinen Kerl wild rumschüttelte und ihm auf die Backen schlug, damit er endlich aufwachte. Kurz öffnete er die Lider, schaute verklärt durch seine dunkel blauen (!!) Augen und schlief dann wieder ein.

Und wie hier schon des Öfteren hatte ich schwupps das Baby im Arm. Weiß nicht ob nur in Togo oder generell in Afrika, aber irgendwie hat seltenst die Mama das Kind. Meist ist es irgend eine kleine Schwester oder eine andere Frau. Die Babys werden fröhlich rumgereicht zu derjenigen, die halt grad die Hände frei hat. Manchmal bin ich mir auch gar nicht sicher, wer eigentlich die Mutter ist. Ganz begeistert waren die Damen dann übrigens, als Julian den kleinen Kerl bei sich hatte. “Steffi, erkennst du nicht die versteckte Botschaft??” und nach allgemein belustigter Diskussion beschlossen, dass wir möglichst sofort ein Baby machen und das als Souvenir aus Togo mitnehmen sollten -so reagieren die Leute hier übrigens meistens. Na gut, hier also schon mal ein Foto, wie das dann mal aussehen könnte:


Am Ende fuhren wir dann wieder heim. Wie schon auf dem Hinweg folgten wir einer Umleitung, da wegen der Festivitäten die Hauptstraße des Dorfes gesperrt war. Über Nacht hatte es geregnet, darum war die Erdpiste etwas aufgeweicht. Was natürlich die mit 8 Personen beladenen und die die zulässige Gesamtlast weit überschreitenden Autos nicht davon abhielt, mitten durch die Schlammpfützen zu fahren. Mit folgendem Ergebnis:

War lustig :) … und wir brauchten tatsächlich mal unseren Allrad.

Schnitzel

Na, da freut sich aber einer … wie ein …

Der Malaria Test heute zeigte negativ und … bald geht es nach Hause!!!! Für meinen Mann zumindest. Heute und morgen noch. Dann fahren wir bereits nach Lomé. Ich muss da a bißle was arbeiten und auf den Herrn der Schöpfung wartet dann am Donnerstag ein rendez-vous mit 19A. Hoffentlich hat er genug Beinfreiheit.

Gepackt ist schon, soweit erstmal. Die ersten Gegenstände dürfen zurück nach Deutschland, aussortiert, was hier nicht (mehr) gebraucht.

Ich bleib noch 2 Wochen länger im Land und dann heißt es auch für mich: auf nach in den Flieger und hin zum Hochzeitsmarathon :)

Malaria

So, jetzt hat’s ihn tatsächlich erwischt. Den armen Mann. Samstag Abend ging’s los, das Kopfweh und die Rückenschmerzen. Ich dachte ja erst, er hat irgendswas psycho-somatisches. Aber  Sonntag Morgen sah er immer noch wirklich nicht sehr gut aus und auch ich hatte Durchfall und so blieben wir einfach im Bett.

Im Laufe des Tages bekam er dann das Fieber. Heiß … am ganzen Körper. Eine Wahnsinns “Ausstrahlung” :) Als dann auch noch die Augen glasig wurden und er von dem Chili con Carne nur 4 Löffel zu sich nahm, war das doch ein klares Zeichen: hier stimmt was nicht. Also ins Bett, mit nassem Handtuch zum Kühlen auf den Rücken. Er wollte zur Sicherheit noch den Eimer nebens Bett, dann schauten wir noch ne Folge “Sopranos”. Aber das Fieber wurde eher schlimmer als besser. Ja, er fragte sogar nach einer Decke, weil ihm kalt war!!! Das aller erste Mal hier in Afrika. Und was macht man da am Sonntag Abend? In aller Unruhe holte ich die Malaria Tabletten (die Symptome sprachen schon recht deutlich für sich). Kaum geschluckt, kotzte er sie grad so wieder raus. Und weil man ausgekotzte Malariatabletten gleich durch neue ersetzen sollte, kotzte er die auch gleich wieder aus. Tja, dann musste das wohl doch ohne gehen, bis wir morgen früh in Krankenhaus könnten.

In der Nacht tat er mir echt leid. Fieber und Schwitzen und trotzdem bis zur Nasenspitze in die Decke gehüllt. Rumwälzen und ständig ins Bad rennen, zum Wasser lassen. Schrecklich unerholsam, solche Nächte.

Endlich war es morgen und wir konnten ins Krankenhaus. Nur etwa 300m von unserem Haus entfernt in das französische. Das ist sehr gut und für uns sehr praktisch. Erstaunlicherweise wollte mein Mann sogar, dass ich ihn mit dem Auto hinfahre. Dort angekommen, mussten wir erst mal ne dreiviertel Stunde warten, bis wir überhaupt zur Rezeption gerufen wurden. Aber in Deutschland sieht es am Montag morgen in einer Arztpraxis bestimmt auch nicht viel anders aus :) Sehr faszinierend übrigens, wie brav die ganzen Kinder, die mit ihren kranken Geschwistern und Eltern mitgekommen waren, da rum saßen. Kein Gezehter oder Geschrei. Das war dann schon im zweiten Wartezimmer, das nach der Anmeldung bei der Rezeption.

Dann war’s endlich soweit und “Schü-li-en” durfte zur Vorbehandlung. Ich hab seine Größe gleich mal falsch übersetzt, weil mich die französischen Zahlen fertig machen. 4-20-19 statt 4-20-9 habe ich angegeben. Aber die Sprechstundenhilfe hat nichts gesagt -wobei sie bestimmt sehen konnte, dass Julian nicht 4-20-19 ist. Die nette Dame bemerkte auch gleich, wie elend mein Mann aussah und meinte, er könne sich gerne aufs Bett legen. Raz war er weg und schnarchte. So lässt sich’s auch warten :)

Der Arzt nahm sich dann sehr viel Zeit, die Symptome zu erfragen, Blutdruck zu messen und den Bauch abzutasten. Die Ergebnisse des Bluttest abzuwarten, war wohl gar nicht nötig, mein Mann sollte gleich an den Tropf. Und so verbrachten wir den ganzen Tag dann in diesem netten kleinen Einzelzimmer, Julian vor allem schlafender und ich in lesender Weise. Zwischendrin bin ich mal kurz heim, ein paar Sachen für “den Tag im Krankenhaus” holen.

Abends konnte er dann wieder heim und wechselt seitdem zwischen mal albern und gesundheitlich etwas besser und Fieberschüben und bemitleidenswerter Schwachheit.

Die Paparazzi hat noch ein paar Fotos festgehalten.

Chinin und Paracetamol einzeln abgezählt

Und hier wurde ich freudig gerufen, zu sehen wie unser kleiner Mitbewohner auf der Duschgel Packung chillt

Nochmal in voller Schönheit

 

Malaria Live-Ticker

So nen Ticker muss man ja bekanntlich von unten anfangen zu lesen, wenn man alles in der Richtigen Reihenfolge haben möchte.

8:13: Ich bin ein Springbrunnen. Ich weiß gar nicht wo so viel Schweiß herkommen kann.

8:05: Tollen Witz gelesen: “Hab heute nen Holländer getroffen. Hat erzählt, dass sie heute gegen Argentinien spielen. – So ein Zufall. Wir am Sonntag auch.”

7:30: Das Frühstück mit meiner Frau hab ich verschlafen. Muss alleine Essen.

6:48: Der Wecker meiner Frau hat geklingelt, ich schlafe ein.

2:69: Ich kann nicht mehr schlafen und warte auf den Morgen.

2:45: Ich erwache ohne Kopfschmerzen – und genieße die 5 Minuten bis sie wiederkehren.

1:56: Ein Hahn kräht.

Mittwoch

21:50: Es passiert womit keiner gerechnet hätte. Brasilien schießt ein Tor. Ich geh wieder ins Bett.

20:30: Ich kriege in kurzen Interwallen SMS mit: 2:0!, 3:0!!!, 4:0!!!!!, 5:0!!!!!!! Ich bin verwirrt aber der Liveticker sagt wenig später das gleiche.

20:14: Ich kriege eine SMS: wir führen 1:0

20:03: Anpfiff.

19:45: Meine Frau geht Fußball gucken.

19:00: Ich kann leider immer noch nicht Fußball gucken.

18:00: Abendessen: Es geht schon ein bisschen mehr.

17:00: Ich beschließe nicht Fußball gucken zu können.

12:50: Auf diese Kopfschmerzen könnte ich nach wie vor verzichten.

12:30: Ein bisschen Mittagessen.

12:15: Ich koche Mittagessen (ähh, wärme die Lasagne auf).

11:30: So langsam könnte man aufwachen.

7:35: Wieder ins Bett.

7:30: Frühstück und Medikamente.

Dienstag

19:03: Wir schauen noch ein paar Folgen Sopranos. Mit Schlafpausen dazwischen.

18:07: Im Bett ists eigentlich doch schöner.

18:00: Das Abendessen steht auf dem Tisch. Ein bisschen was geht, dazu Medikamente.

17:17: Ich beschließe, dass es mal wieder an der Zeit ist zu schlafen.

16:17: Wir gucken eine Folge Sopranos.

16:16: Wir sind zu Hause.

16:15: Wir fahren nach Hause.

16:05: Ich sitze wieder auf der schönen Bank vor dem Krankenhaus. Meine Frau ist noch zu Kasse und Krankenhausapotheke unterwegs. Ich wundere mich, was dort so lange braucht. Vermutlich müssen sie erst die einzelnen Pillen aus einem großen Faß mit gemischten Pillen raussuchen.

16:03: Eine weitere Krankenpflegerin kommt und macht endlich die doofe Nadel raus. Ich versuche meinen Arm wieder aufzuwecken.

15:49: Irgendwo schreit ein Kind ganz furchtbar. Das ist wohl der Notfall.

15:45: Die Französin die die Nadel wegmachen soll ist verschollen. Wohl ein Notfall.

15:30: Ich erwache kurz und habe immer noch den leeren Tropf am Arm hängen.

15:02: Meine Frau jubelt: “Du bist kein Simulant”. Komisches Weibsvolk.

15:00: Der Arzt steckt seinen Kopf rein und sagt nicht viel, vor allem: “Palu” was Malarie bedeutet. Ich soll Medikamente kriegen und dann können wir heimgehen.

14:47: Ich wache mal kurz auf um nachzuschauen wie es meiner Frau geht. Anschließend schlafe ich weiter.

13:49: Der Tropf ist leer. Trotzdem wollen sie ihn noch nicht abbauen.

13:47: Ich wache mal kurz auf um nachzuschauen wie es meiner Frau geht. Anschließend schlafe ich weiter.

13:00: Schichtwechsel. Der Krankenpfleger stellt seine Kollegin vor: “Ihr seid Deutsche, sie ist Französin. Ihr habt gegen sie gewonnen.” Sonst nichts.

12:47: Ich wache mal kurz auf um nachzuschauen wie es meiner Frau geht. Anschließend schlafe ich weiter.

11:47: Ich wache mal kurz auf um nachzuschauen wie es meiner Frau geht. Anschließend schlafe ich weiter.

11:15: Der freundliche Krankenpfleger erklärt, dass er Deutschland-Fan ist und es gegen Brasilien aber schwer wird. Außerdem weigert er sich mich als Deutschen in seinen Akten zu führen, da ich “stark wie ein Togoer” bin.

11:13: Ein zweiter Krankenpfelger kommt und piekst mich in den Finger. Für den Malariatest glaube ich.

11:12: Ein freundlicher togoischer Krankenpfleger piekst mir eine Nadel in den Arm, nimmt mir Blut ab und schließst den Tropf an. Erst Chinin, dann noch so ne Zuckerlösung, damit ich auch nicht verhunger.

11:03: Ich geh in mein kleines Einzelzimmer. Der Ventliator an der Decke ist fast so groß wie das Zimmer. Schon auf Stufe 1 ist Sturm. Meine Frau bezahlt so lange die 30€ für den Tag im Krankenhaus (inkl. alles). Und das ist schon der teure Tarif für Versicherte.

10:38: Wir kommen zum Arzt. Meine Frau übersetzt fleißig. Ich kriege bis die Ergebnisse da sind ein Einzelzimmer.

10:05: Im Zimmer steht ein Bett. Ich darf mich hinlegen. Ich schlafe.

10:00: Ich werde gewogen. Vier-Zwanzig-Dreizehn Kilo (bescheuerte Franzosen). 10kg hab ich inzwischen in Afrika verloren. Alles Muskelmasse, der Speck ist noch da.

9:45: Wir werden ins Voruntersuchungszimmer güführt und sind dort die Nummer vier oder so.

9:15: Ich vermisse meine Bank.

9:05: Wir werden Empfangen und dürfen ins Wartezimmer.

8:37: Ich schlafe auf der Bank vor dem Krankenhaus ein. Ganz schön da eigentlich.

8:17: Wir warten am Empfang.

8:16: Wir sind da.

8:15: Wir fahren los.

8:00: Ich werde geweckt, wir gehen ins Krankenhaus

Montag

20:14: Schlafen ist toll.

19:14: Es passieren immer noch komische Sachen.

18:13: Ich teile Medikamente gegen Malaria (auf Verdacht) und Mahlzeit großzügig mit meinem Eimer.

17:45: Wir gucken eine Folge Sopranos.

17:15: Diese Kopfschmerzen!

16:45: Mein Freund, der Eimer, wacht fleißig an meinem Bett.

16:34: In einem italienischen Fischereihafen passieren merkwürdige Dinge.

15:64: Ich träume – ich bin wach, ich weiß es nicht.

14:87: Wir gucken eine Folge Sopranos.

13:17: Ich habe wohl kräftiges Fieber. Und Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen kann ich ganz klar nicht weiterempfehlen.

8:50: Ich mach die Augen wieder zu.

8:49: Ich glaub ich habe Fieber.

8:48: Mir geht es immer noch nicht besser.

Sonntag

17:18: Wir gucken eine Folge Sopranos.

16:67: Ich fühle mich krank. Meine Frau lächelt darüber und bezeichnet mich als Simulant.

Samstag

 

 

Im Gefängnis

Gestern waren wir im Gefängnis -aber nur zu Besuch :) Wir haben einen Bekannten besucht, den Pastor der Gemeinde, in die wir hier gehen.

Wir haben den Pastor als sehr offenen und herzlichen Mann kennen gelernt. Er war es, der uns besuchen kam als wir neu hier waren und der uns mehrmals zum essen zu sich und seiner Familie einlud, um uns den Einstieg angenehmer zu machen . Er selbst war mal in den USA gewesen, hatte ein Visum für 2 Jahre erhalten, aber weil er sich so fremd fühlte, ging er nach 3 Wochen zurück nach Togo. Darum sagte er, möchte er alles dafür tun, dass sich Fremde in seinem Land wohl fühlten.

Wir haben ihn auch als einen Mann kennen gelernt, der etwas aufzubauen versucht. Als junger Pastor hatte er für sein weniges Geld Land gekauft und in Anbau und eine Schweinzucht investiert. Damit konnte er sich einen gewissen finanziellen Handlungsspielraum ansparen. Trotzdem lebt er sehr bescheiden und scheint mit seinem Geld vor allem auch Ärmere und Kranke und die Gemeindearbeit zu unterstützen.

Vor etwa 4 Wochen jetzt, wurde er ins Gefängnis geworfen. Man hat ihm ziemlich heftige Vorwürfe gemacht. Sein eigener Bruder sagte, er solle doch einfach zugeben, dass er Schuld habe, dann würde das ganze Verfahren schneller über die Runden gehen.

Eigentlich können wir es uns die Echtheit der Vorwürfe nicht vorstellen. Natürlich weiß man nie, was hinter den Kulissen spielt. Aber so wie wir den Pastor kennengelernt haben, seine Persönlichkeit, seine Werte und sein Umgang mit Menschen, scheint uns die ganze Geschichte sehr merkwürdig.

Ein anderer nahestehender Freund, selbst Afrikaner, der aber auch einige Zeit in Deutschland gelebt hat, konnte dazu noch ein paar andere Sachen erklären. Für ihn scheint das ganz klar ein Akt von Neid zu  sein. Diesen haben wir hier schon sehr häufig erlebt. Menschen, die sich etwas aufbauen oder aufbauen wollen, werden sofort von Neidern “zurechtgestutzt”. Das sind meistens sogar die am nächsten Stehenden, wie etwa Geschwister oder andere Familienmitglieder. Das kann sogar soweit gehen, dass Betroffenen mit dem Tod gedroht wird (oder sie sogar getötet werden), dass ihre Häuser abgebrannt werden oder ihre Habe gestohlen wird. Im hiesigen Umfeld ist auch noch viel Hexerei dabei. Meine Kollegin meinte neulich, dass man verdammt gut aufpassen muss, dass man es sich mit niemandem verscherzt. Sonst gehen die zum Schmanen, sprechen einen Fluch über dich und bei der nächsten Reise stirbst du in einem Verkehrsunfall. Und alle im Bus mit dir. Wieviel da dran ist, weiß ich nicht. Aber diese Mentalität ist wie eine unsichtbare Macht, die das ganze soziale Miteinander bestimmt. Wenn ein Kind in der Schule erfolgreich ist und zu oft vor den anderen gute Noten schreibt, wird es gehänselt oder ausgestoßen. Solche Kinder reagieren dann wohl so, dass sie sich künstlich runterspielen. Mit Absicht schlechtere Noten schreiben, nur um nicht zu stark aus der Masse hervorzustechen. Ich frage mich, ob so überhaupt Entwicklung in einem Land stattfinden kann. Wenn jeder, der es etwas weiter bringt oder bringen könnte, sofort von der Gesellschaft erniedrigt wird, ja sogar zerstört wird, sodass er wieder komplett bei null anfangen muss. Er wird praktisch direkt oder indirekt dazu aufgefordert, sich nicht über das Wohl der Allgemeinheit zu stellen und zurück in die Grenzen des sozialen Gefüges zu kommen.

Oder man macht es anders und verteilt seinen Reichtum an die Nahestehenden. Für viele Reichere ist das eine unhinterfragte Pflicht. Sobald man Geld hat, kommen von nah und fern Verwandte und wollen etwas abhaben, von deinem Erfolg. Du hast dann die Wahl zwischen nachgeben oder eben Neidern. Auch bei meinen Kollegen sehe ich, dass sie regelmäßig ihren Verdienst hier und da in Geschenke investieren oder nicht geringe Geldsummen an Familienmitglieder weitergeben. Natürlich könnte man auch versuchen, die anderen nicht wissen zu lassen, dass man etwas mehr verdient, aber sobald man sich dann doch ein Auto kauft oder zu oft neue Kleider trägt, werden die Umstehenden ja doch irgendwie argwöhnisch. Das ist jetzt alles sehr krass beschrieben. In der Gesellschaft läuft das viel unterschwelliger ab. Aber auch der Pastor meinte, dass er mal von Missionaren nach deren Abschied aus Togo einen Geländewagen geschenkt bekommen hatte… den er sich nicht getraut, aus der Garage zu fahren, weil man  ihm eh schon vorwirft, dass er 2 Autos habe (2 alte Schrottkisten übrigens, die er unter ähnlichen Umständen bekommen oder erstanden hatte).

Darum ist hier wahrscheinlich auch noch so ein guter Nährboden für Korruption. Denn wenn du Erfolg hast und von dir erwartet wirst, dass du diesen mit anderen teilst, dann bedeutet das das Gleiche auch für Macht. Da ist es ganz egal, ob jemand für die Stelle eine entsprechende Qualifikation hat. Es ist eine gesellschatliche Verpflichtung, den dir Nahestehenden Vorteile und Anteil an deinem Status zu verschaffen (-dann brennen sie auch dein Haus nicht ab …) Die begünstigten Familienmitglieder definieren sich dann auch über dich und deine Macht: “mein Onkel ist ja der Direktor von so-und-so” oder “mein Bruder ist ja beim Militär ein ganz hohes Tier”. Ob man selber was geleistet hat und sich in irgendeiner Weise etwas verdient hätte, ist erstmal vollkommen irrelevant.

Vielleicht hat das der Pastor nicht genügend beachtet. Jedenfalls sind seine Gegenspieler sogar soweit gegangen, dass sie in Frage kommende Anwälte und Fürsprecher bestochen haben -auch mit Geld- damit sie nicht den Pastor vertreten oder für seine Freisprechung arbeiten. Der Rat des Bruders, sich einfach schuldig zu bekennen, hätte eine entsprechend lange Gefängnisstrafe zur Folge -damit wäre der Pastor dann erstmal für einige Zeit beseitigt. Dieser konnte sich dann doch einen Anwalt von auswärts holen, der jetzt für seine Sache kämpft. Ich habe den Pastor gefragt, wie er es schafft, in so einer schwierigen Zeit nicht den Mut zu verlieren. Er sagte: ich lebe noch. Ich habe Leute sterben sehen und ich habe seit 3 Jahren regelmäßig Morddrohungen bekommen. Auch wenn er das Gefühl hat, dass er eventuell mal als Märtyrer sterbe, sehe er es als Geschenk, dass er jetzt noch nicht tot sei und nehme das als Motivation, weiter zu machen (als Werkzeug in Gottes Hand).

Und was hat er gemacht? Er hat im Gefängnis einen Alphabetisierungskurs gestartet -weil er gesehen hat, dass viele der Insassen überhaupt nicht lesen und schreiben können. Dafür hat er von seinem eigenen Geld Stifte und Hefte gekauft, um sie den Kursteilnehmern zur Verfügung zu stellen (seine Frau kann die Sachen besorgen und ihm ins Gefängnis bringen) Er hat sich auch (von privatem Geld) einen Vorrat an Medikamenten gekauft, weil er gesehen hat, wieviele im Gefängnis krank sind und keine Möglichkeit haben, zeitnah an Medizin zu kommen. Er teilt das Essen, dass ihm seine Frau jeden Tag 2mal bringt, weil man vom Gefängnis nur 3 Maisbällchen am Tag bekommt und man praktisch verhungern würde, wenn man keine Familie hat, die einen versorgt. Er sagt, anfangs hätte er Angst vor der Gewalt gehabt, weil sich die Insassen regelmäßig geschlagen hätten. Dann hat er angefangen, individuell mit ihnen zu reden und jetzt suchen ihn die Einzelnen schon von sich aus zu Gesprächen auf. Sogar die Gefängniswächter sagen, die Atmosphäre im Gefängnis habe sich spürbar verbessert, seit er da ist. Und er hat ein ganz besonderes Herz für die, die bald raus “müssen”. Die Wiedereingliederung in die Gesellschaft läuft wohl so schlecht, die Familien stoßen die Befreiten derartig grob aus, dass viele wieder zurück in Gefängnis kommen, weil sie da wenigstens eine Aufgabe (z.B. Gärtner) oder ein soziales Netz haben. Er versucht ihnen Mut zu machen und über Kontakte Anschluss in der Außenwelt zu verschaffen.

Der Pastor sagt, dass er wahrscheinlich doch bald raus komme. Aber er möchte danach weiterhin regelmäßig ins Gefängnis kommen und sogar einmal im Monat dort übernachten. Es gäbe zwar Menschen aus z.B. Kirchen, die die Gefangenen für “wohltätige Arbeit” besuchen, aber die könnten nicht die wahren Nöte sehen. Er wolle weiterhin mit den Gefangenen Leben teilen.

Das alles erzählte er mit einem Strahlen im Gesicht und Leuchten in den Augen. Es sei zu Anfang schon ein riesengroßer Schock gewesen und er sei sehr verzweifelt und habe oft “Warum” gefragt. Aber jetzt sehe er, wie Gott etwas Gutes aus der Situation gemacht und ihn in eine Arbeit gerufen hatte, zu der er davor überhaupt keinen Bezug gehabt hatte. Diesmal durfte er für unseren Besuch sogar raus und in das Büro eines Wärters, denn auch die Polizisten schätzen ihn mittlerweile und unterstützen ihn bei seinem Handeln.

Für mich war das ein wahnsinnig beeindruckender Besuch. Besonders die Frage nach dem Warum. Für uns ist hier in Togo ja doch alles eher anders gelaufen, als wir uns das anfangs vorgestellt hatten. Die Sprache, die Kultur, Freunde finden und vor allem auch etwas zu tun für Julian … alles war und ist viel schwieriger und teils einfach unverständlicher als zumindest ich das erwartet hatte. Einige wissen vielleicht schon, dass wir vorzeititg abbrechen werden. Ich habe letzte Woche den Brief mit dem Wunsch einer Vertragsauflösung losgeschickt und soweit alles normal läuft, werden wir Weihnachten wieder ganz zurück in Deutschland sein. Oft frage ich mich, was dieser ganze Trip sollte.

Und doch … wir sitzen weder im Gefängnis noch bekommen wird Morddrohungen. Sogar vor schlimmeren Krankheiten und Gefährdungen für Leib und Seele sind wir bisher bewahrt geblieben. Das Beispiel des Pastors hat mich extrem ermutigt, die Hoffnung nicht aufzugeben, dass selbst aus den herausfordernsten Situationen etwas sehr Gutes wachsen kann.

Selbst wenn es vielleicht nur die Einsicht ist, dass ich mit meinem Entwicklungs-Zusammenarbeits-Engagement eine Gesellschaft nicht ändern kann und dass es besser durch Menschen geschieht, die das gesellschaftliche Netz und soziale Gefüge besser kennen und verstehen und von innen heraus erstmal die persönliche Entwicklung von einzelnen möglich machen.

 

Ebola

Guter Artikel, der nicht nur die momentane Situation, sondern auch den kulturellen Hintergrund gut beschreibt. Den hohen Stellenwert von Beziehungen und Verpflichtungen innerhalb des extrem wichtigen Sozialgefüges, den sehr starken Zusammenhalt bei Krankheit oder Tod und auch das Unverständnis von einer schwach gebildeten Bevölkerung gegenüber fremdartigen Methoden oder Erscheinungen haben wir ja auch in Togo schon erleben können.

Hier ist der Virus -soweit bekannt- noch nicht angekommen. Und wir würden ja auch nicht zur potentiellen Gefahrengruppe gehören, da wir weder Tote waschen oder küssen, noch Fledemäuse essen. Trotzdem … es ist eben nicht so weit weg, wie es in Europa wäre und die Einstellung, dass die Leute lieber zum Wunderheiler gehen, als sich von Weißen oder Menschen in eigenartigen Anzügen die Kranken wegnehmen zu lassen, würde sich auch in Togo überall wiederfinden lassen.

http://www.tagesschau.de/ausland/ebola-124.html