Archiv für den Monat: April 2014

Aggrofant II

Da schreibt man einen Blogeintrag über …fanten und einen Nationalpark und es kommen weder …fanten noch ein Nationalpark vor und keiner beschwert sich. Mit solchen Lesern kann man auch gleich Tagebuch schreiben…

Begriffserklärung: Der Aggrofant ist ein Mitglied eines matriachaisch organisierten Sozialgefüges und Teil der Zelle Aggro Benin. Diese zeichnet sich durch eine gewisse Intoleranz gegenüber der Anwesenheit andersartiger Besucher und einem daraus resultierenden aggresiven Verhalten aus. Diese zeichnet sich durch ein stark abgrenzendes Verhalten gegenüber fremdartigen Individuen und Gruppen aus, da diese als Eindringlinge empfunden und durch mitunter aggressive Verteidigungsmuster eingeschüchtert und abgewehrt werden.

Für diese Sätze habe ich übrigens die Hilfe meiner Frau benötigt. Geschwätz liegt mir einfach nicht so (höhö).  Doch dazu, also zum Aggrofanten, nicht meiner sprachlichen Inkompetenz, später mehr. Ich mache es mir lieber einfach und fange dort an wo ich demletzt aufhörte.

Schlafen, schlafen ist toll. Aber ein wenig kontraproduktiv wenn man einen Nationalpark besuchen und Tiere sehen möchte. Die sind nämlich vor allem am frühen Morgen gut zu sehen. Vielleicht sieht man da auch nur so viele, weil die Hälfte der Parkbesucher noch träumt. Der Wecker klingelte also um 5:30 4:30 (wir hatten eine Stunde Zeitverschiebung, unsere Uhren aber nicht umgestellt), dann ein wenig Frühstück und um 6 in den Park. Der Parkeingang war zum Glick nicht weit, die interessanten Gebiete hingegen schon. Bis zur größten Wahrscheinlichkeit Löwen zu sehen nochmal 80km. Ohne Asphalt. Aber Löwen zu sehen gelang dieses Jahr generell nur wenigen, drum ist es nicht weiter verwunderlich, dass wir keine sahen. Insofern kann ich das auch schon vorweg nehmen. Dann seid ihr nachher nicht enttäuscht.

Auf dem Weg gen Norden, durch den Park in Richtung Wasserlöcher sahen wir dann aber schonmal ein paar Antilopen:

Es sollten noch so viele mehr werden, dass wir am Ende einfach beschlossen sie zu ignorieren. Ein bisschen später forderte mich meine Frau mit einem freundlichen “Stop!” auf stehenzubleiben. Sie hatte Kühe entdeckt:

Ich würde die Dinger mal Wasserbüffel nennen, bin mir aber nicht sicher. Möglicherweise ist es auch eine Leoparden- oder Schlangenart.

Nach dem Motto: “Gleich und gleich gesellt sich gern” durfte ich die ersten Affen, bzw. affenähnlichen Tiere entdecken:

Ich denke es handelt sich um eine Meerkatzenart. Der Name kommt übrigens daher, dass sich dereinst ein Katze mit einem Meerschweinchen gepaart hat und die Meerkatze dabei herauskam. Die Sexualhormone von Meerschweinchen und Katzen riechen nämlich sehr ähnlich, und so kommt es gelegentlich dazu, dass sich Kater ein wenig verirren. An sich nicht weiter problematisch,  lediglich bei Großkatzen, wie zum Beispiel Löwen neigen die Meerschweinchen dann allerdings zum Platzen. *

Kurz darauf (gleich und gleich…) konnte meine Frau, als Beifahrerin für das Spähen zuständig, unsere neuen Lieblingstiere entdecken. Die Warzenschweine:

Wunderbar hässliche Tiere von beeindruckender Schönheit. Sollte man sich unbedingt in echt ansehen.

Und dann sahen wir am Horitzont einen grauen Felsen. Oder war es ein Elefant? Nein, ein Felsen. Nein, Elefant. ELEFANT! Freudenpipi mit Elefantenaussicht (am rechten Bildrand):

Neben dem relativ kleinen Elefanten war noch ein grauer Felsen, der sich bei genauerer Betrachtung der Fotos als toter Elefant erwies. Voller Mitleid mit dem trauernden Jungelefant fuhren wir weiter (am nächsten Tag war er aber nicht mehr da, es waren verschiedene Elefantengruppen in der Gegend  unterwegs, die ihn wohl mitgenommen haben).

Unterwegs haben wir noch allerhand gesehen:

Sind die nicht süß?

Und dann endlich, in einem Wasserloch, habe ich mein erstes freilebendes Nilpferd gesehen:

Nachdem ich dereinst im Zoo ein Nilpferd schreien hörte bin ich ein großer Fan dieser Tiere und seid gewiss, solltet ihr jemals eure Kinder unbeaufsichtigt in meiner Gegenwart lassen werde ich ihr Repertoire um “Wie macht das Nilpferd?” erweitern. Noch ein paar:

Da die Viecher tagsüber eher unter Wasser chillen ist das ungefähr das maximum was man vom Nilpferd zu sehen bekommt:

Mittags sind wir dann mal kurz illegal nach Burkina-Faso eingereist:

Abends konnten wir noch ein paar Elefanten aus der Nähe sehen:

Dann noch ein bisschen im mit Kohle gechlohrten Pool planschen und schon konnten wir glücklich und zufrieden ins Bett fallen.

Der nächste Tag war prinzipiell ähnlich, wir konnten noch ein paar mehr Tiere entdecken, beim entspannen:

Auf dem Rückweg vom Shoppen:

In der Ballett-Gruppe:

Mit Trainer:

Bei der präsentation der neuen Kleider:

Und dann passierte noch fogendes:

Am morgen fuhren wir gemütlich in Richtung Wasserloch. Sprach meine Frau mit mir im Chor: “Elefant!” War auch schwer zu übersehen, stand nämlich mitten auf der Piste in ca. 200m Enternung. Wir sind langsam näher hingefahren, er ist dann auch weiter marschiert ins Gebüsch. Beim näherkommen entdeckten wir, der Kollege war nicht allein. Eine ganze  Truppe war dort und stand direkt neben der Straße. Ein wenig mulmig wirds einem da schon, wenn man nur ganz direkt daneben vorbeifahren kann:

Unsere Freunde in Grau hatten auch einen Minifanten dabei. Allerdings haben sie den immer vor uns versteckt so dass ich es nicht geschafft hab ihn zu fotographieren. Aber den Midifanten hab ich erwischt:

Ja, und dann haben die Damen (die Herren Elefanten sind eher allein unterwegs soweit ich weiß) wohl beschlossen, dass unsere Anwesenheit nicht als angemessen betrachtet wird uns somit zu beenden ist. Daraufhin hat der Aggrofant mal seine Ohren ausgeklappt und “Törö” gesagt:

Nachdem uns dass aber nur mäßig beeindruckt hat kam er dann mal angerannt, der Aggrofant:

Diesmal sind wir der Aufforderung dann auch nachgekommen…

 

*Menschen ohne Humor auf der Suche nach wissenschaftlichen Fakten sollten diesen Absatz als nichtexistent betrachten.

 

 

Butter…

Heute ist wieder einer der Tage… Schon beim Wecker klingeln brannte mir die Sonne ins Gesicht und der Schweiß lief, die Leistung des Internets war aber leider mal wieder umgekehrt proportional dazu. Später hab ich dann auch noch festgestellt, dass die Butter so scheiße schmeckt, weil irgendein Idiot aus der französischen Nahrungsmittelindustrie der Meinung ist dass da Pflanzenfett reingehört. Es musste sich etwas ändern. Also dachte ich mir, werd ich doch Alki, wie die ganzen anderen mitausreisenden Partner auch. Ist ja praktisch Teil meiner aktuellen Berufsbeschreibung. Also erstmal ein Glas Wein geschnappt (ich trinke noch nicht direkt aus der Flasche) und bäh. Ich glaub purer Essig ist dem was hier als Wein verkauft wird weit vorraus. Hab also meine Alki-Karriere wieder an den Nagel gehängt und beschlossen stattdessen Verhaltenskreativ zu werden. Wie wärs mit ein paar Graffities auf der Hausmauer (der Hausbesitzer wollte die ehh schon seit zwei Monaten verputzt haben)? Tolle Idee, nur braucht man dafür Spraydosen… Also war auch das  nichts. Bleib ich halt bei Cola (ich glaub Coca-Cola ist mein absoluter Lieblingskonzern derzeit. Ein Stück zivilisation in vertrauenswürdiger Qualität, dass es rund um den Globus gibt!) und Französischhausaufgaben.

PS: Es kamen gar keine Beschwerden, dass der Nationalpark nur so kurz abgehandelt wurde.

Aggrofant

Die Ostertage ließen uns eine gewisse freiheit von der Arbeit meiner Frau uns so beschlossen wir diese Freiheit zu nutzen um uns ein wenig Afrika anzuschauen. Da auch zu Ostern – wie allgemein üblich, und hier noch mehr als in Deutschland – mit Feiertagen gegeizt wird hatten wir nur wenig Zeit und mussten uns somit auf ein kleines Stück Afrika beschränken. Etwas schönes sollte es aber trotzdem sein und so beschlossen wir in den Pendjari Nationalpark zu fahren.

Karfreitag mittags ging es los, das Auto machte wie üblich leichte Probleme (der Tank ist undicht, aber nur oben, also alles gut, solange man nicht volltankt) und so kamen wir nur leicht irritiert los. Unsere Routenplanung sah vor nach nur wenigen Kilometern das Reich des Asphaltes zu verlassen und die afrikanische Realität jenseits der großen Routen zu entdecken.

Das geht ganz gut. Sehr gut sogar. Es staubt nur ein wenig:

Nach einem Stückchen Piste erreichten wir dann die togoische Grenze. War nett, nur Ausreisestempel in europäische Pässe, das passiert hier vermutlich nicht so häufig:

Der Baum da ist praktisch das Hauptgebäude unter dem die ganzen Formalitäten abgewickelt werden.

Zwischen den Ländern wurde die Piste dann ein wenig interessanter. Neben Sand hatte man nun auch noch Wasser und Schlamm zur Auswahl:

Wer schonmal mit mir Mountainbiken war weiß welche Route ich da wähle…

Da dieses Foto leider nicht so aussagekräftig ist haben wir die ganze Geschichte nochmal von ein paar einheimischen Spezialisten nachstellen lassen:

Das Ergebnis schaut jetzt auf dem Bild gar nicht so wild aus (das können die Einheimischen Spezialisten besser), aber dank offener Fenster hats bis direkt neben den Tacho gespritzt.

Unsere Wächter balgen sich ja immer darum unser Auto waschen zu dürfen. Das macht das Vergnügen noch größer.

Auf der beninischen Seite der Grenze hatte der Grenzposten zwar ne Uniform, dafür aber keinen Einreisestempel. Den sollten wir ein paar Kilometer weiter im Süden holen, wir gedachten aber nach Norden zu fahren und sind nach Norden abgebogen. Dort haben wir dann freundliche Polizisten getroffen, die uns zu anderen freundlichen Polizisten geschickt haben die einen Stempel hatten. Leider war der Zoll dazwischen und die Zöllner, also je mehr ich im Ausland unterwegs bin, um so mehr verstehe ich, warum die Zöllner schon in der Bibel die Arschlöcher waren und sich außer den Huren keiner mit ihnen abgeben wollte. Wir wollten ja nur (in Ausreiserichtung) am Zoll vorbei zur Grenzpolizei. Dazu wollten die Zöllner irgendein Dokument sehen, dass sie sich vermutlich gerade ausgedacht hatten. Vermutlich wäre es ein Dokument von der Westafrikanischen Zentralbank, dass sie nicht nur hätten sehen, sondern auch behalten wollen. Als Kulturunsensibler Europäer versteht man sowas natürlich nicht, will man ja auch gar nicht. Ohne Auto ging aber klar und so durften wir zur Grenzpolizei laufen. Das hört sich jetzt nicht so schlimm an, war aber am anderen Ende des Dorfes.

Als das Erledigt war konnten wir uns endlich Benin angucken. Sichtbar weiter entwickelt als Togo, deutlich bessere Straßen und mehr Polizeikontrollen. Interessant in zwei Nachbarländern mit ähnlichen Vorraussetzungen so große Unterschiede entdecken zu können. Die letzten 40km waren dann aber auch wieder Piste:

Die führte uns durch kleine Dörfer. Kurz vor der Regenzeit scheint die Ideale Zeit zum werfen zu sein und so gab es nicht nur fröhliche Kinder, sondern auch frische Ferkel und kleine Zicklein:

Natürlich gabs auch die dazugehörigen Alten, aber die sind aus touristischer Sicht bei weitem nicht so interessant.

Ja, und dann waren wir in Batia angekommen, wo wir im Camp Numi übernachteten. Das wird von einem Franken geführt, der zwar seit 30 Jahren in Afrika wohnt, aber nicht so recht daher passt. Damals war interkulturelle Sensibilität wohl noch nicht so ein Thema. Noch ein paar interessante Menschen kennen gelernt, zwei Tage den Park angeschaut, lecker gegessen und schon konnten wir wieder nach Hause fahren.

Polizeikontrolle

Heute wurde ich zum ersten mal (allein unterwegs) von der Polizei angehalten. Der hat sich einfach in meinen Weg gestellt. Das führte zu folgendem Dialog:

Polizist: “Das ist nicht gut!”

Ich: “Das ist kein Problem!”

“Das ist nicht gut!”

“Kein Problem!”

“Das ist nicht gut…” (den Rest hab ich nicht verstanden – wollte ich aber auch gar nicht)

“Das ist kein Problem!”

“Das ist nicht gut….”

“Das ist kein Problem und ich verstehe nichts, ich spreche kein Französisch.”

“Was sprechen sie dann?”

“Deutsch und Englisch” (In Zukunft nur noch Deutsch. Und Österreichisch, Bayerisch, Schwäbisch und Schweizerisch, nur zum verwirren)

“This is not good!”

“Aha”

Und dann hat er mich weiter fahren lassen. Wir standen übrigens die ganze Zeit mitten auf einer Kreuzung. Das Problem sah übrigens so aus:

Auf dem Rückweg habe ich dann ein wenig kleinere Wege gewählt. Wollte ihm nicht unbedingt nochmal in die Arme fahren. Und dann habe ich doch tatsächlich die große Straße die ich eigentlich gut kenn in nem unbekannten Winkel gekreuzt und das nicht gemerkt… Also noch einen kleinen Umweg extra.

Auch wenn ich den Polizisten nicht verstanden habe wird mein Französisch immer besser. Im Baumarkt (so einer mit Tresen) hab ich alles gekriegt was ich wollte. Und dabei hab ich gelernt, dass Lüsterklemmen “Domino” heißen, Schrauben “Vis” (leider ist das hier noch alles mit Schlitz), Kabelschellen “Attache” (das hatte ich sogar richtig geraten) und Rohre “Tuyau”. So relevante Worte kommen ja leider in Französischbüchern nie vor…

Die persönliche Deplatzierung als Problem interkultureller Dimension

Sprich: Wie bewege ich mich fort, im fremden Land. Zu Hause würde ich ja einfach, je nach Reiseroute ins Auto, in den Zug oder auf das Fahrrad steigen. In der Fremde ist das natürlich nicht so einfach. Da funktioniert nämlich einiges anders (behauptet der interkulturelle Trainer), bzw. gar nicht (behaupte ich) und somit erlebt man Sachen mit denen man später sicherlich so manche Lagerfeuergesprächsrunde bereichern kann, akut erlebt kosten sie jedoch so manchen Nerv.

Wir haben ja auf vielfältigen Ratschlag hin ein Auto rüber geschickt, so nüchtern und im Nachhinein betrachtet war das aber schon eher Blödsinn. Morgen oder Übermorgen werden es 4 Monate dass das Schiff hätte ankommen sollen. Es kam eine Woche zu spät und danach begann die Bürokratie. Und dann war Neujahr. Und dann begann die Bürokratie ganz von vorne, also von viel weiter vorne als am Ende des alten Jahres. Aber im Detail wird euch das meine Frau noch Schildern, lernt nur eins daraus: Weihnachten verbringt man daheim bei der Familie, im neuen Jahr kann man sich dann auch auf zu neuen Ufern ziehen. Und noch eins: Ein Auto verschiffen lohnt sich nur in Ausnahmefällen.

Also, wir haben kein Auto, wir kriegen Besuch. Was machen wir? Wir fahren Moped, Taxi, Bus. Das funktioniert bei schwesterlichem Besuch, aber wenn die Alten kommen? Auf nem Motorradtaxi, mit lebensmüdem Helden am Steuer? In nem 7-sitzigem Taxi, dass bei uns als Opel Astra oder Toyota Corolla verkauft wurde? In nem chinesischen Bus mit Mikro Sitzen der nur grob in die Richtung fährt in die man will? Das heben wir uns lieber ein wenig auf. Als Backup-Lösung. Was macht der verwöhnte Europäer in diesem Fall? Richtig, er sucht sich nen Mietwagen.

Dafür braucht man eine Autovermietung. Die findet man am Flughafen. Mit einem aus der westlichen Welt bekannten Logo. Also in voller Mannschaftsstärke da rein marschiert und um einen Wagen gebeten. Klar, kein Problem, nen Geländewagen für nen Haufen Kohle mit Chaffeur für nochmal nen Haufen Kohle. Wie, normales Auto mit ohne Chaffeur. Ja, das gibts auch, aber damit dürfen sie nur in der Hauptstadt rumfahren. Aha. Gut, für die ersten zwei Tage ist das ok. (Man muss vielleicht dazu sagen, dass man den Geländewagen am ehesten für die Speed-Bumps am Flughafen braucht und dass man auf den schlechteren Straßen auch keine Geländewagen sieht, nur normale Autos. Die Geländewagen fahren ausschließlich auf den guten Straßen. Das ist Afrika!).

Nach den zwei Tagen haben wir dann in einer durch Kontakte vermittelten Autoverleihagentur einen afrikanischeren Mietwagen gefunden. Gute 10 Jahre alt, 240.000km auf der Uhr und nen ADAC-Aufkleber aus der Heckscheibe (also im früheren Leben mal in Deutschland gelaufen). Immerhin ein sechstel günstiger als der erste und der Vermieter versichert uns, dass wir damit auch aus der Hauptstadt raus durften. Haben wir dann auch gemacht, und die ersten 200km lief er dann auch echt Problemlos. Dann hat er angefangen gelegentlich die angeforderte Leistung abzugeben. Es wurde immer ruckliger bis er ausging. Neustart und er ging wieder. Für ein paar Kilometer. Dann ging das geruckel wieder los. Wir wurden also gut durchgeschüttelt, nicht nur von der Straße, sondern auch vom Motor. Besonders schön auch, wenn das Auto plötzlich die Leistung verweigert, wenn man gerade dabei ist einen LKW zu überholen. Und natürlich wurde es so auch ein wenig später.

Prinzipiell ist ein wenig später ja insbesondere im Urlaub nicht weiter tragisch. Aber hier ist Afrika, die Dunkelheit kommt aber trotzdem pünktlich und dann wirds interessant. Nicht gefährlich im Sinne von Banditen oder Polizei, aber die eine Hälfte der Verkehrsteilnehmer ist unbeleuchtet und die andere blendet  ganz ordentlich. Aber egal ob Beleuchtet oder nicht, man geht natürlich davon aus gesehen zu werden. Besonders angenehm ist die Erinnerung an die beiden Jungs die nebeneinander Moped-schiebend auf der Straße rummarschierten. Und die sind ja hier alle Schwarz und somit unsichtbar und die Mopeds haben alle keine Reflektoren. Dank blendendem Gegenverkehr konnte ich die Jungs auch schon weit vorher erkennen. Ich glaub die sind ganz schön erschrocken als hinter ihnen plötzlich Reifen quietschten. Aber gut, hat noch für ein kleines Ausweichmanöver gereicht.

Und irgendwann waren wir dann sogar da. Angekommen. Fertig. Die telefonische Kommunikation mit dem Vermieter über einige Umwege brachte dann doch noch einige Ungereimtheiten zu tage. Der Autobesitzer wusste wohl nichts von der ganzen Geschichte und versichert waren wir wohl auch nicht so richtig. Dafür hätten wir nicht aus der Hauptstadt rausgedurft. Ist ihm dann hinterher wieder eingefallen. Der Vermieter hatte dann noch so schöne Ideen, wie beispielsweise dass wir das Auto auf unsere Kosten reparieren lassen (wir sind ja schließlich aus der Hauptstadt rausgefahren) oder kaputt wieder langsam nach Lomé fahren. Wir vertreten da aber doch eine dezent andere Meinung…